Was muss noch passieren?

Wenn man den Artikel vom 27. Juni in der LN „ Unkrautvernichter in der Muttermilch“ liest, stellt sich unweigerlich die Frage: Was muss noch passieren, um auf die Gesundheitsgefährdung durch Umweltschadstoffe aufmerksam zu machen? Schon vor über 10 Jahren konnte man den Medien entnehmen, dass in der Muttermilch über 300 Schadstoffe gefunden wurden.

Nun findet man auch noch das Unkrautvernichtungsmittel "Glyphosat". Es steht im Verdacht Krebs (Karzinogenität) und kongenitale Fehlbildungen (Teratogenität) verursachen zu können. Die IARC (International Agency for Research on Cancer) vom März 2015 kommt zu dem Ergebnis, dass es begrenzte Nachweise an Menschen für das kanzerogene Potential von Glyphosat gebe. Bei Ratten und Mäusen sei es gesichert. Aus diesem Grund wird Glyphosat im Öko-Landbau nicht eingesetzt.

Ich rate den Müttern, die unsicher sind, aber stillen wollen, was ja auch empfehlenswert ist, die Muttermilch beim Muttermilch-Untersuchungsprogramm des Landes Niedersachsen auf Schadstoffe untersuchen zu lassen. Das ist kostenfrei und sie sind auf der sicheren Seite.

Adresse: Muttermilch-Untersuchungsprogramm des Landes Niedersachsen, Rosenbecker Str. 4 -6, 30449 Hannover, Tel: 0511- 4505 -0

An die Lüdenscheider Nachrichten, Leserbrief zu Ihrem Artikel „Unkrautvernichter in der Muttermilch“ vom 27. Juni 2015

... obwohl sie die eigentliche Ursache noch nicht kennen

Kompliment an alle Forscher, dass sie nun die als unheilbar geltende Krankheit, Multiple Sklerose (MS genannt), unter Kontrolle bringen können, obwohl sie die eigentliche Ursache noch nicht kennen.

Für mich selbst gilt die Regel, dass alle Patienten mit Krankheiten unklarer Ursache auf Schadstoffe (Noxen) untersucht werden sollten, insbesondere auf Metalle, chemische Stoffe (Noxen) und Pilztoxine. Gleichzeitig sollte das Immunsystem mit Hilfe des LTS-Tests (Lymphozyten-Transformations-Test) getestet werden, ob es sensibel auf Noxen reagiert. Ferner fordern wir Umweltärzte seit Jahren eine Untersuchung der Glutathion-S- Transferasen (GTS), um eine evtl. Genschädigung festzustellen. Die GTS sind notwendig, um Giftstoffe abzubauen, so dass sie dann ausgeschieden werden können.

Inzwischen leiden 70 Prozent der eurasischen (europäischen) Bevölkerung an einer solchen Genschädigung. Ich selbst bin ebenfalls betroffen und mache deswegen zweimal jährlich eine Ausleitungstherapie, die mir bestens bekommt. Ursache einer Immunschwäche, der geschilderten Genschäden oder der Autoimmunerkrankung, dazu zählt man die MS, sind wiederum meist Metallverbindungen. Das ist inzwischen von der WHO (Weltgesundheits Organisation) und von der Europäischen Umweltkommission anerkannt.

Je früher man beim Verdacht auf MS mit der obigen Diagnostik und Therapie beginnt, umso größer sind die Heilungschancen. Da schon entstandene Nervenschäden nicht mehr geheilt werden können, ist eine solche Frühbehandlung empfehlenswert. Sie ist preiswerter, hat praktisch keine Nebenwirkungen und erspart den Betroffenen viel Leid. Was für MS zutrifft, gilt auch für Erkrankungen wie Parkinson, Alzheimer, trifft letztlich grundsätzlich für alle chronischen Erkrankungen angeblich unklarer Ursache, einschließlich Krebs, zu. Auch bei Infektionskrankheiten wie Borreliose, Tuberkulose, die wieder auf dem Vormarsch sind, und bei allen viralen Infektionen wie Aids, Ebola sollte man an eine Schadstoffbelastung denken.

An die Lüdenscheider Nachrichten, Leserbrief zu Ihrem Artikel „MS lässt sich unter Kontrolle bringen“ vom 21. Juni 2015

Pilotenkrankheit

Als ich am 27.März 2015 Ihren Artikel las „ Wir kennen nicht den Grund“ und auch die anderen Berichte über diese schreckliche Flugzeugkatastrophe noch einmal eingehend studierte, fiel mir schlagartig das Aerotoxische Syndrom, auch Pilotenkrankrankheit genannt, ein, über das seit 2010 immer häufiger berichtet wird.

Ursache ist das hochtoxische Trikresylphosphat (TCP). Dieses ist in dem Triebwerksöl enthalten. Es kann, wenn deren Dämpfe aus undichten Stellen der Hydrauliköl-Leitungen austreten, über den Luftstrom in die Pilotkabine geraten. Es gibt nach Angaben der Pilotenvereinigung weltweit 500 Fälle von Besatzungsmitgliedern, die nach Einatmen von Giftstoffen in der Kabinenluft krank wurden. Schon nach einmaligem Einatmen sind gesundheitliche Beeinträchtigungen festgestellt worden. Die Betroffenen sind arbeitsunfähig und verlieren ihre Fluglizenz ohne Entschädigung. Ein wirksamer Schutz vor den Schadstoffen ist technisch sehr aufwendig, weil er an den Flugzeugmotoren neue Konstruktionen erforderlich macht.

Literatur: 1. Spiegel, online August 2010 (Notlandung einer Condor-Maschine), 2. Furlong et al. Toxicol Appl. Pharmacol. 2011 (Nachweis von TCP in untersuchten Passagieren), 3. 25. September 2011, Spiegelbericht über Rauch in der Pilotkabine bei Air Berlin, 4. Am 13. 05.2013 musste ein Pilot einer Lufthansamaschine wegen Rauchentwicklung kurz nach dem Start Flug abbrechen.

Die Krankheit ist wenig bekannt. Hersteller und Luftverkehrsgesellschaften weisen darauf hin, dass ein wissenschaftlicher Beweis für den Zusammenhang der Symptome und TCP bislang nicht hergestellt werden konnte. Aus umweltmedizinischer Sicht muss man aber im Rahmen der Ursachenforschung auch an dieses Aerotoxische Syndrom denken. Als Symptome sind psychische und neurologische Beschwerden bekannt wie z. B. anhaltendes unerklärbares Krankheitsgefühl, dauernde Erschöpfung, depressive Verstimmungen, Würgereiz, Konzentrationsstörungen, Störungen der Wahrnehmung, Lähmungen, Schwindel, Anfälle von Bewusstlosigkeit, toxische Nervenschädigungen (Polyneuropathie.) Das TCP (Abbauprodukte) lässt sich im Urin und nach Apherese im Eluat nachweisen.

Für ein Aerotoxisches Syndrom“ beim dem Co-Piloten könnten sprechen: 1. Die Unterbrechung der Ausbildung für einige Monate. 2. Die jetzige Krankschreibung. Aus Angst seinen Arbeitsplatz zu verlieren ist er dennoch zur Arbeit gegangen.

Man kann auch hier nur spekulieren. Dennoch sollte man auch in dieser Richtung untersuchen. Vielleicht ist noch Urin vorhanden, welchen man nachträglich auf TCP untersuchen könnte. In jedem Falle gilt: Solange man nicht die zweite Blackbox gefunden und ausgewertet hat und alle Laborbefunde, solange sollte man mit einer endgültigen Antwort auf die Ursache des Absturzes warten.

Absturz
 

An die Lüdenscheider Nachrichten, Leserbrief zu Ihrem Artikel „Wir kennen nicht den Grund“ vom 27. März 2015

Verhältnisse wie im Nahen Osten oder in Afrika

In meinem Leserbrief, der am 21.03.2015 in Ihrer Zeitung erschienen ist, habe ich gesagt: „Wenn wir so weiter wirtschaffen dauert es vielleicht nicht mehr lange, dann haben wir die gleichen Verhältnisse wie im Nahen Osten oder in Afrika“.

Am Mittwoch, den 18. März war diese Aussage schon überholt, denn an diesem Tag brannten in der Innenstadt von Frankfurt Autoreifen, Fensterscheiben wurden eingeschlagen, Tram-Haltestellen verwüstet, durch die Straßen um den neun EZB (Europäische Zentralbank) zog beißender Rauch. Passanten sagten aus, „die Stadt befand sich in einem kriegsähnlichen Zustand“. Ergebnis: Zahlreiche Verletzungen von Passanten, Anwohnern und von ca. 100 Polizisten, genau 100 zu viel. Nach Kopenhagen und Paris hat die Terrorwelle nun auch Deutschland erreicht. Unser Innenminister reagierte sofort. Er will eine Antiterror-Einheit aufbauen. Nach meiner Meinung aber eine völlig falsche Reaktion. Ursache dieser Krawalle ist letztlich die Unzufriedenheit der Bürger mit unserer Politik. Sie duldet ja fördert geradezu, dass die Reichen reicher werden und gleichzeitig die Armut zunimmt.

Konkret: Die meisten Bürger können es einfach nicht mehr verstehen, dass unsere Wirtschaft seit 2- 3 Jahren zunehmend boomt, der Gewinn aber beim „kleinen“ und oft armen Mann nicht ankommt. Die zahlreichen Streiks in den letzten Monaten z. B. bei der Lufthansa, der Bundesbahn, der Angestellten im öffentlichen Dienst sind ebenfalls ein Ausdruck dieser berechtigten Unzufriedenheit. Sie brauchten alle nicht zu sein, wenn die Arbeitgeber zu einem gerechteren Lohn bereit wären. Es ist im Wesentlichen der Verdienst eben unserer Arbeiter und Angestellten, dass die Wirtschaft so gut läuft. An Stelle strengerer Gesetze und des Aufbaus einer Antiterror-Einheit könnte man z. B. dieses Geld in eine bessere Bezahlung der Angestellten stecken.

Die wichtigste Forderung an die Politiker lautet daher: Setzen Sie sich mehr für ein gerechtere Verteilung der Güter ein, dann haben wir zufriedenere Bürger, brauchen weniger Gesetze und weniger Kontrolleure dieser zahllosen Vorschriften. J. Steglitz Wirtschaftsexperte und Nobelpreisträger 2001, hat Recht, wenn er in seinem Buch „Der Preis der Ungleichheit“ schreib: „Der Preis der Ungleichheit ist unter diesen Gegebenheiten bald nicht mehr zu bezahlen. Die Spaltung der Gesellschaft bedroht unsere Zukunft“.

An die Lüdenscheider Nachrichten, Leserbrief zu Ihrem Artikel „Tag der Wut“ vom 19. März 2015

Friede ist dort, wo es keine Armut gibt - Wachstum statt gerechter Verteilung der Güter

Wenn man den Artikel liest „Armut steigt sprunghaft an“ wird man sofort an ähnliche Überschriften erinnert wie „Traurig im Pott“ nimmt zu, Krebs nimmt zu, ADHS bei Kindern nimmt zu, die Zahl der Kriegsschauplätze war noch nie so hoch wie heute. Diese Feststellungen haben eines gemeinsam, nämlich die gleiche Ursache.

Zunahme von Krankheiten führt häufig zu Arbeitslosigkeit und damit zu Armut. Armut ist oft die Quelle sozialen Unfriedens und kann so zu kriegerischen Auseinandersetzungen bis hinzu Bürgerkriegen führen. Die zahlreichen Kriegsschauplätze im Irak, Syrien, Lybien, Jemen, Südsudan usw. sind Beispiele hierfür. Was hat Deutschland damit zu tun? Viel.

Obwohl die Wirtschaft boomt, nehmen auch bei uns chronische Erkrankungen dramatisch zu. Für Ursachenforschung hat man angeblich keine Zeit und kein Geld. Eine Folge: Die Armut steigt wie gesagt auch bei uns sprunghaft an. Gleichzeitig erhöht sich die Zahl der Superreichen. Wie kann das sein? Wenn wir so weiter wirtschaften, dauert es vielleicht nicht mehr lange, dann haben wir die gleichen Verhältnisse wie im Nahen Osten oder in Afrika. Das kann auch in Deutschland, in Europa passieren. Der Bürgerkrieg vor unserer Haustür in der Ostukraine sollte uns eine Warnung sein.

Radikale Gruppen wie die Talibanen, Hamas, IS-Terrormilizen des Islamischen Staates, die ihre Aktivitäten hinter ihrer Religion verstecken, sind aus diesen Gründen heraus entstanden. So einfach ist Ursachenforschung.

Das scheinen unsere Politiker, manche Konzernmanager und unsere Kirchenfürsten/Bischöfe und Kardinäle leider nicht zu wissen oder wollen es nicht wahrhaben. Wachstum und noch einmal Wachstum statt gerechte Verteilung der Güter heißt auch heute noch die Devise.

Ungleich
 

Was ist zu tun? Notwendig ist eine gerechtere Verteilung der Ressourcen, der Güter dieser so schönen Erde, die uns schließlich alle gehören. Viel besser als ich das schildern kann, können Sie diese Zusammenhänge nachlesen in dem Buch „Preis der Ungleichheit“ von Joseph Stiglitz, Nobelpreisträger für Wirtschaft 2001.

An die Lüdenscheider Nachrichten, Leserbrief zu Ihrem Artikel „Armut steigt sprunghaft an“ vom 20. Februar 2015

Endlagersuche, ein Skandal

Es tut gut und lässt wieder Hoffnung aufkommen, dass ein so erfahrener Atomexperte wie Michael Sailer sich für eine schnellere Entscheidung in Sachen Endlagerung von Atommüll einsetzt und gleichzeitig deutlich auf die bisherigen Missstände hinweist.

Ich stimme Herrn Sailer weitgehend zu. Ein Endlager muss jedoch nicht nur 500, sondern ca. eine Millionen Jahre sicher sein. Radioaktive Stoffe (Uran, Plutonium) brauchen nämlich ca. eine Million Jahre zum Abbau ihrer hoch giftigen Strahlen. Ein Endlager, das diesen Anforderungen entspricht, gibt es aber gar nicht und wird es nie geben. Das war allen Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft von Anfang an klar.

Das gilt übrigens nicht nur für Deutschland, sondern für alle Nationen, die mit Kernenergie arbeiten. Die Atomabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki und die Reaktorunfälle mit Super Gau 1957 Kyschtyn, Russland, 1957 Sellafield (ehemals Windscale) England,1979 Harrisburg, USA, 1986 Tschernobyl, Ukraine und 2011 Fukushima, Japan, haben tausenden von Menschen das Leben gekostet und noch jetzt sterben zahlreiche Menschen an den Strahlenfolgen.

Offensichtlich haben unsere Verantwortlichen aus der Geschichte nichts gelernt. „Schadstoffe, dazu zählen auch radioaktive Stoffe, fallen nicht vom Himmel, sondern werden von Menschenhand gemacht und in Verkehr gebracht“ so hat es der ehemalige Staatsanwalt E. Schöndorf im Vorwort zu meinem Buch „Bin ich umweltkrank?“ formuliert. So könnte es sein, dass die unendliche Suche nach einem endgültigen Endlager einmal zu einer Katastrophe wird, dessen Ausmaß man sich heute nicht vorstellen kann oder will. Die Endlagersuche ist ein Skandal“. Angesichts dieser Bedrohung sei die Frage erlaubt: Warum schweigen wir alle?

An die Lüdenscheider Nachrichten, Leserbrief zu Ihrem Artikel „Problemstellung wächst, Zeit drängt“ vom 10. Februar 2015

Sport moderner Sklavenhandel

Wenn ich solche Artikel von jungen Sportlern lese: Verdienst: 45.000 EUR pro Woche (2.385.000), also weit über Zweimillionen EUR jährlich, werde ich immer an Sklavenhandel erinnert. Der Kauf von Sportlern, besonders den ganz jungen Fussballspielern, ist für mich „moderner“ Sklavenhandel. Hier geht es nicht mehr um Sport, sondern um Geld, Reichtum, Macht und Ansehen. Die reichen Clubs und jetzt sogar Länder kaufen die besten Athleten auf. Beispiel: Das kleine, aber reiche Katar, kauft eine ganze nationale Handball-Elf, um Weltmeister zu werden.

Kein Wunder, dass unter diesen Umständen auch Doping Blüte treibt. Große Sportlerpersönlichkeiten - früher Vorbilder für die Jugend - werden Opfer ihres eigenen erfolgsverwöhnten und teileweise schon korrupten Systems. Sie fallen als Leitfiguren weg. Manager von Großbanken und Konzernen, ja sogar Vertreter der hohen Geistlichkeit und Politiker, die ja eigentlich zum Wohle der Menschen beitragen sollen, folgen diesem Mainstream.

Gleichzeitig sterben jährlich über 40 Millionen Menschen an Hunger. Über eine Milliarden leben unter dem Existenzminimum. Das ist bekannt, aber die Welt schaut darüber hinweg. Die Zahl der Kriegsschauplätze und damit der Flüchtlingsströme nimmt ständig zu. Gelddruckmaschinen gehen einer Blütezeit entgegen und der einstmals stabile EUR einer Inflation. Das ist seit Jahren Stammtischgespräch, aber unsere Politiker sind auf diesen Ohren taub. Sie setzen wie die Fußballvereine weiter auf Wachstum. Wo bleibt da der Mensch? Wo bleibt die Achtsamkeit, auf die ich in meinem Buch "Bin ich umweltkrank?" hingewiesen habe?

Die Botschaft: Seid achtsam! Willst Du zur Quelle des Übels, musst Du gegen den Strom schwimmen.

An die Lüdenscheider Nachrichten, Leserbrief zu Ihrem Artikel „Ödegaard: Sportliche Gründe“ vom 27. Januar 2015

Armut

Eine himmelschreiende Ungerechtigkeit

umverteilung

Fünf Billionen, das klingt nach recht viel. Ist aber eine typische „Ente“ der Medien. Sie sagt nichts über das Vermögen des Einzelnen. Aufschlussreicher ist da schon der Schlusssatz, in dem es heißt, dass 2016 ein Prozent der reichen Bundesbürger 99 Prozent des Vermögens besitzen werden. Diese Zahlen offenbaren die ganze Wahrheit, nämlich, dass auch in unserem Land die Reichen offensichtlich auf Kosten der Ärmeren immer reicher werden.

Das ist eine himmelschreiende Ungerechtigkeit, die gegen den § 1 unseres SGB (Sozialgesetzbuch) verstößt. Hier heißt es schon zu Beginn „Das Recht des Sozialgesetzbuchs soll zur Verwirklichung sozialer Gerechtigkeit und sozialer Sicherheit Sozialleistungen einschließlich sozialer und erzieherischer Hilfen gestalten“. Es ist also per Gesetz Aufgabe unserer Politiker für eine gerechte soziale Verteilung der Güter, der Erziehung und der Bildung zu sorgen. Dies wird aber von den Verantwortlichen nicht beachtet, bewusst oder unbewusst. Ich glaube, es sind ethische und moralische Fehlleistungen, die aber nicht bestraft werden können. Also kann man sich alles erlauben oder vielleicht doch nicht?

An die Lüdenscheider Nachrichten, Leserbrief zu Ihrem Artikel „Deutsche horten fünf Billionen Euro“ vom 20. Januar 2015

Mangan - ein Märchen aus Tausendundeine Nacht

Trinkwasser ist das höchste Gut des Menschen. Wenn man einer ganzen Stadt die Trinkwasserquelle, die bisher als sauber befundenes Trinkwasser enthielt, von heute auf morgen vom Netz nimmt, ist das ein erheblicher Eingriff in das Leben der betroffenen Bürger. Die Begründung „ Der warme Winter war’s“, klingt wie ein Märchen aus Tausendundeiner Nacht, das zwar einen Teil Wahrheit enthalten mag, sicherlich aber nicht den ganzen Sachverhalt wiedergibt.

Manganverbindungen können bei Menschen Erbgutveränderungen, Fruchtschäden und sogar Krebs erzeugen. Da zu dieser Zeit Felder und Wiesen im Einzugsgebiet der Fuelbecker Talsperre mit großen Mengen an Gülle aus den Niederlanden gedüngt wurden, besteht zusätzlich auch ein zeitlicher und örtlicher Zusammenhang zwischen Gülle-Düngung und Talsperrenwasser Verschmutzung. Gülle enthält Ammonium - Stickstoff- und Phosphorverbindungen. Wenn sie angereichert sind, können sie ebenfalls wie Mangan gesundheitsgefährdend sein.

Guelle

Industrietaucher entdeckten nun am Talsperrengrund eine ungewöhnlich starke Algenschicht. Zufall oder nicht. Nitrate (NO3 Sticksoffoxidant) und andere Gülle - Inhaltsstoffe können durch Eutrophierung in Gewässern d. h. unerwünschte Zunahme von Nährstoffen im Wasser, u. a. Algenblüten verursachen. Vielleicht ist das der wahre Grund für die vermehrte Algenbildung oder Mitverursacher? Konkret: Dem mitdenkenden Bürger stellen sich viele Fragen, auf die Fr. Kock, Gerhard Meyer und Jürgen Hölscher in ihren Leserbriefen mit Recht hinweisen: Auf welche Schadstoffe wurde das Talsperrenwasser jetzt und in den vergangenen Jahren untersucht und wie waren die Befunde? Wurde es auch auf Substanzen untersucht, die in der Gülle vorhanden sind oder zusätzlich sein können, z. B. Hormone, Antibiotika und deren Abbauprodukte. Wie viel Liter Gülle wurde pro m², bzw. pro Morgen Land (2.500 m²) aufgetragen. Mit Gülle darf nur zu bestimmen Zeiten und in bestimmten Mengen gedüngt werden. Wer hat dieses kontrolliert? Wurden Bodenproben von verschiedenen Feldern, Wiesen (oberflächlich und aus der Tiefe) entnommen? Ich könnte hier noch viele weitere Fragen stellen.

Das NRW-Umweltministerium weist schon seit 1970 auf den großen Handlungsbedarf von besseren Kontrollen der Trinkwassertalsperren und der Gülle Düngung hin. Das scheint aber in den Kommunen immer noch nicht angekommen zu sein. Jeder Bürger hat ein Recht auf eine lückenlose Aufklärung. In schlechter Erinnerung ist mir immer noch die Trinkwasserverseuchung im Raum Arnsberg im Jahre 2006 mit PFT (Perfluorierte Tenside). Solche Verseuchungen sollten sich nicht mehr wiederholen. Eine Kopie dieses Briefes geht an die Stadtwerke Altena.

An die Lüdenscheider Nachrichten, Leserbrief zu Ihrem Artikel „Der warme Winter war’s“ vom 9. Oktober 2014

Ein freiwilliger kontrollierter Verzicht auf Waffen wäre mir lieber

Matthias Wagner hat Recht, wenn er sagt, dass das militärische Denken alles verdrängt. Der militärisch gesicherte Schutz ist unseren Politkern nach wie vor wichtiger als Gesundheit, Arbeit, Wohlergehen und Zufriedenheit des Einzelnen. Das gilt nicht nur für Deutschland. Im Grunde hat man nichts aus der Geschichte gelernt. Die Folgen des falschen Sicherheitsdenken bekommen wir alle zu spüren:

  1. Kürzungen der Leistungen für Soziales und Gesundheit
  2. hohe Zahl von Arbeitslosen in vielen europäischen Ländern
  3. Reduzierung von Entwicklungshilfe

Die Schere zwischen Armen und Reichen innerhalb eines Landes und zwischen den so genannten armen Entwicklungsländern und den Industrienationen klafft weiterhin immer mehr auseinander. Eine Folge ist z. B. der dramatisch ansteigende Flüchtlingsstrom, der schon jetzt kaum zu beherrschen ist. Viele werden aus Verzweiflung, Hass, Rache, Armut zu Terroristen. Ein Volk, ein Stamm, dessen Bewohner zufrieden sind, fängt keinen Krieg an. Man hat im 21. Jahrhundert immer noch nicht begriffen, dass man mit einem gerechteren Welthandel nach außen und einer gerechteren Verteilung der Ressourcen (Arbeit und Lohn) im Inneren mehr für den Frieden tun kann als mit Waffen. In seiner Pfingstpredigt hat es Papst Franziskus auf den Punkt gebracht: Die Industrie muss begreifen, dass sie für den Menschen da ist und nicht der Mensch für die Industrie. Ich möchte ergänzen: Das gilt auch für unsere Politiker. Sie sind gewählt worden, damit sie sich für das Wohl ihrer Bürger einsetzen und nicht umgekehrt für sich selbst. Ich kenne keinen Politiker, der selbst in den Krieg zieht. Wer gibt ihnen dann das Recht, junge Menschen in den Krieg zu schicken? Ich hoffe und bete, dass nicht schon in Kürze die Ausbreitung der Ebola Epidemie in Westafrika zu einer weltweiten Pandemie führt, die alle Völker gleichsam zwingen würde, die Kriegshandschuhe auszuziehen. Ein freiwilliger kontrollierter Verzicht auf Waffen wäre mir lieber. Wie denken Sie darüber?

An die Lüdenscheider Nachrichten, Leserbrief zu Ihrem Artikel „Das militärische Denken hat alles verdrängt“ vom 11. September 2014

Krebsprävention

Zunächst ein Kompliment an die Gemeinde Schalksmühle, die Ihren Mitarbeitern Informationen zur Krebsprävention anbietet. Korrigierend sollte man hinzufügen, dass es sich bei diesen Angeboten in erster Linie um Früherkennungsmaßnahmen handelt. Je früher man die Diagnose „bösartiger Tumor“ stellt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass man ihn heilen kann. Noch wirksamer als diese Vorsorgeschritte sind jedoch umweltmedizinische Voruntersuchungen, Umwelt - und Biomonitoring genannt. Sie dienen zur Aufdeckung der Krebsursache. Der Amalgam Prozess (1995/96) und Untersuchungen der BKK Essen in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Naturheilverfahren (1999 -2003) haben ergeben, dass bis zu 80 Prozent der chronischen Erkrankungen, auch Volkskrankheiten genannt, durch Schadstoffbelastungen verursacht werden und damit kausalgenetisch behandelt werden können. Eigene Untersuchungen von über 1.600 Patienten (1987- 2012) haben das bestätigt. Wenn ich also die Ursache von Krankheiten kenne, kann ich sie beseitigen und ihr Auftreten verhindern bzw. sie vielfach heilen. Das ist echte Prävention. Früherkennungsmaßnahmen als „Krebsprävention“ zu bezeichnen, das könnte falsche Hoffnungen wecken. Man sollte diese Begriffe daher sauber voneinander trennen. Auch der bösartige Tumor zählt zu diesen Volkskrankheiten. Das Durchschnittsalter Umwelterkrankter liegt bei 43 Jahren, das Durchschnittsalter meiner Krebspatienten betrug 68. Krebs steht meist am Ende des Leidenswegs. In über 90 Prozent der Fälle litten die Patienten vor Ausbruch des Krebsgeschehens also an einer, meist sogar an mehreren chronischen Erkrankungen.

Meine Empfehlung:

  1. Bei allen chronischen Erkrankungen, also auch bei Krebs, sollte man umweltmedizinische Untersuchungen durchführen und bei positivem Befund eine entsprechende fachgerechte Ausleitungstherapie beginnen.
  2. Zusätzlich würde ich weiterhin zu Früherkennungsmaßnahmen raten.
  3. Da wir alle ständig Schadstoffbelastungen ausgesetzt sind, mache ich zweimal jährlich eine Ausleitungsbehandlung. Das kann ich nur weiterempfehlen.

An die Lüdenscheider Nachrichten, Leserbrief zu Ihrem Artikel „Krebsprävention in der Verwaltung“ vom 27. März 2014