Die prophetischen Aussagen

Dem Artikel „Lachgas, Methan und CO2“ kann man nur zustimmen. Er bringt jedoch nicht die ganze Wahrheit.

In meinen Leserbriefen vom 6. Oktober „In tausend Jahren noch radioaktiv verseuchte Pilze sammeln“ und vom 7. Januar 2022 „Klimaschutz nur ohne Atomkraft“ habe ich bereits darauf aufmerksam gemacht, dass nicht nur die immer genannten Schadstoffe für die Klimaerwärmung verantwortlich sind, sondern es ist der Atommüll, der unseren gesamten Planeten Erde über Jahrtausende und noch mehr belasten, vergiften und verbrennen wird, leise, nicht spürbar.

Niemand wagt es laut zu sagen. Alle Reaktoren und Zwischenlager werden weiter strahlen und den Planeten erwärmen. Ein Endlager für diesen Zeitraum ist nicht in Sicht, wird es kaum jemals geben.

Das Thema selbst ist wie gesagt schon zu „heiß“. Ich habe Albert Einstein, der schon vor über 70 Jahren eindringlich vor den Gefahren der radioaktiven Strahlen gewarnt hat, erwähnt. Ferner habe ich die Universalgenies Walter Russel und seine kongeniale Frau Lao Russel angeführt, die 1946 in der ersten amerikanischen Ausgabe „The Man Who Tapped the Secrets of the Universe“ (Der Mann der die Geheimnisse des Weltalls anzapft) auf die Folgen dieser Strahlen hingewiesen haben. 1957 wurde ihr aufsehenerregendes Buch „Radioaktivität - Das Todesprinzip in der Natur“ veröffentlicht. Er will damit sagen: Die Erderwärmung wird viel schneller fortschreiten, wenn wir die allgegenwärtige Radioaktivität nicht berücksichtigen. Stefano Mancuso weist in seinem Buch „Die Pflanzen und ihre Rechte“ mit Recht darauf hin, dass wir auf dieser Erde z. Z. in der sechsten Massensterbensphase größten Ausmaßes leben.

Unsere Generation erlebt diese sechste Phase am eigenen Körper gleichsam in Telekopierung (Verkürzung von 20 Millionen Jahren). Mancuso gilt international als der führende Pflanzenforscher. Ich beschäftige mich seit 1959 mit dem Komplex „Zusammenhang von Klimawandel und Radioaktivität“ und appelliere an alle Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und Forschung und an jeden Einzelnen die „prophetischen Aussagen“ ernst zu nehmen.

An die Lüdenscheider Nachrichten, Leserbrief zum Artikel „Lachgas, Methan und CO2“ vom 21.01.2022

Sportler sollten Vorbild sein

Der Rückrunden-Auftakt des FC-Bayern steht auf der Kippe

Sportler sollten Vorbild sein und nicht Vorreiter in Pandemiezeiten - Angesichts der wieder steigenden Inzidenzen bedingt durch den Vormarsch der neuen Mutanten „Omikron“ ist es mir unverständlich, dass verantwortliche Leiter in Politik, Wirtschaft und Medizin in Deutschland, in Europa die Ligaspiele in Ihren Ländern nicht absagen.

Die „Großen“ im Sport und auch Reichen sollten Vorbild sein und nicht Vorreiter für eine weitere Ausbreitung der Pandemie.

Die Kleinen im Einzelhandeln, in der Gastronomie, in Kultur, kurz, die Kleinunternehmer, müssen schließen, da sie die gesetzlich geforderten Auflagen kaum so erfüllen bzw. überleben können. Wer geht mit 2G Plus noch gerne in ein Lokal oder Geschäft! Wieder wird die Durchführung der Pandemie auf den Rücken der „Kleinen“ ausgetragen, die keine Lobby haben und nicht mehr genügend finanzielle Reserven haben, um wirtschaftlich zu überleben, was zu schweren psychischen und körperlichen Gesundheitsschäden führt, wie ich es in den vergangenen Monaten in hunderten von Gesprächen erfahren habe.

Ich bin mit 83 Jahren als Arzt immer noch hautnah vor Ort. Auch die „Olympischen Spiele“ in Peking, nur ein Sportspektakel ohne Zuschauer sollten abgesagt bzw. boykottiert werden, da deswegen tausende, ja Millionen Chinesen in Quarantäne gehen müssen.

An die Lüdenscheider Nachrichten, Leserbrief zum Artikel „Neunter Corona-Fall“ vom 07.01.2022

Klimaschutz nur ohne Kernkraft

Die Pläne der EU-Kommission von Ursula von der Leyen zur indirekten Förderung moderner Atom- und Gaskraftwerke haben mit Recht für Entsetzen bei Umweltschützern und Kernkraftgegnern geführt. Ich möchte den Kommentar von unserem neuen Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck jedoch ergänzen: Der Atommüll wird nicht nur die EU, sondern unseren gesamten Planeten Erde nicht nur Jahrhunderte, sondern Jahrtausende und mehr belasten, vergiften, ja verbrennen.

Wir haben es in den vergangenen 60 Jahren nicht geschafft, die Probleme der Kernspaltung zu lösen. Keines der genannten Länder hat ein Endlager errichtet. Das wird auch mit der modernen „Hochrisikotechnologie Atomenergie“ nicht gelingen. Alle Reaktoren, alle Zwischenlager, viele sind schon verseucht, regelrecht versumpft, werden weiter strahlen, nicht sichtbar, nicht spürbar, und gerade deswegen sind sie so gefährlich. Dies kann man in der Atmosphäre, in der Erde und in Pflanzen nachweisen.

In meinem Leserbrief vom 3. Oktober 2021 habe ich schon auf diese Gefahren hingewiesen, und werde nicht aufhören es zu tun. Ich habe Albert Einstein 1879-1955) genannt, der schon vor über 70 Jahren eindringlich vor den Gefahren der radioaktiven Strahlen gewarnt hat. Ich habe die Universalgenies Walter Russel (1881- 1963) und Lao Russel, (1904-1985) seine kongeniale Frau erwähnt, die in ihrem aufsehenerregenden Buch „Radioaktivität Das Todesprinzip in der Natur“ auf die Folgen dieser Strahlen hingewiesen haben: „Radioaktive Stoffe im Erdreich sorgen für einen gesunden Ausgleich der verschiedenen Erden. Werden sie aber frei, breiten sie sich in der gesamten Atmosphäre aus und erwärmen und verbrennen sie“.

Bereits im Jahr 1957 haben sie vor der globalen Erderwärmung gewarnt (Glenn Clark, Walter Russel- Vielfalt im Einklang, Deutsche Erstausgabe 1999, Genius Verlag). Es ist also nicht allein das CO², das für den Klimawandel verantwortlich ist. Es ist vielmehr die Summe der Schadstoffe, einschließlich der radioaktiven Strahlen, die die eigentliche Erwärmung, die „Glut“ in unser Gewächshaus Erde bringen.

Dieser Verantwortung gegenüber unseren Nachkommen sollten wir uns alle, insbesondere aber unsere Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft, Forschung und Medizin bewusst sein. Deswegen wurden sie gewählt.

Ich kann als Arzt für uns Mediziner/innen und allen, die im Gesundheitssystem arbeiten, sagen: „Einmal verbrannt, dann können wir nicht mehr helfen. Ich halte dagegen und sage daher: Klimaschutz nur ohne Atomkraft.

An die Lüdenscheider Nachrichten, Leserbrief zum Artikel „Klimaschutz dank Atomkraft?“ vom 03.01.2022

Coronakrise als Mahnung zu mehr Solidarität und Gerechtigkeit

Ich stimme dem voll zu, was der Kollege Dr. H.G Wahl sagt: Natürlich steigen die Inzidenzen, wenn ich mehr teste. Ich kann also die Inzidenzen beliebig hochtreiben, und so noch mehr „Ängste“ schüren. Man sollte daher die tägliche Anzahl der Tests mit angeben.

Mit Recht weist Herr Wahl auch darauf hin, dass Ungeimpfte und auch Geimpfte das Virus übertragen können. Welche der beiden „Viruslasten“ schlimmer sind, ist nie genmessen worden. Sich an die Hygieneregeln zu halten, sich nicht mit vielen Leuten treffen, ist natürlich wichtig.

Wie sieht dagegen die Realität aus? Immer noch finden z. B. Sportveranstaltungen mit Tausenden von Teilnehmern statt, die sich nicht an diese Regeln halten. Im Gegenteil, sie fliegen nach wie vor um die ganze Welt, obwohl es eine weltweite Pandemie ist, die wir daher nur gemeinsam lösen können. Die Pandemie ist ein Fingerzeig: Völker tut euch endlich zusammen!

„Menschen habt Mitgefühl miteinander“ sagt der Dalai Lama in seinem Buch an die Jugend der Welt (Seid Rebellen des Friedens). Dann fährt er fort: „Wenn es uns nicht gelingt in diesem 21. Jahrhundert Frieden zu schließen, wird es die Menschen in dieser Form nicht mehr geben“.

Stefano Mancuso, international als führender Pflanzenforscher anerkannt, geht noch einen Schritt weiter. Sinngemäß sagt er, in den vergangenen 500 Millionen Jahren hat es fünf Massenaussterben des Lebens auf dieser Erde gegeben. Unser Leben ist z. Z. in höchster Gefahr. „Wir leben auf dieser Erde z. Z. in der sechsten Massenaussterbensphase des Lebens größten Ausmaßes (Die Pflanzen und ihre Rechte, 2021“). Er fährt sinngemäß fort: Unsere Generation erlebt diese sechste Phase am eigenen Körper gleichsam in Teleskopierung (Verkürzung um 20 Millionen Jahre).

Diese Worte von zwei außergewöhnlichen Menschen im Hinterkopf, sage ich: „Wir sollten die Coronakrise als Mahnung zu mehr Solidarität und Gerechtigkeit sehen.

An die Lüdenscheider Nachrichten, Leserbrief zum Artikel „Man sollte nicht panisch werden“ vom 06.12.2021

Nachhaltige Lösung für das Flüchtlingsproblem

Es ist eine Schande, ein totales Versagen Europas, das wir seit 2015 das Flüchtlingsproblem nicht gelöst haben.

Pandemie plus Flüchtlingsproblem: Europa droht ein Chaos nicht nur auf internationaler Ebene. Wir werden bald chinesische Verhältnisse haben. China lässt schon jetzt grüßen.

Die Flüchtlinge mit ihren Kindern hängen in Belarus an der polnischen Grenze fest. Während sie in Lebensgefahr sind, wir Bürger zuschauen und mitleiden müssen, diskutieren und lamentieren unsere Politiker. Und was sagt unsere „Hohe Geistlichkeit“ dazu? Ich bin enttäuscht, fast erzürnt: Sie schweigt.

Keine Spur von christlichem Glauben, keine sichtbaren Zeichen von „Nächstenliebe“. Lassen sich die Politiker doch streiten. Das wäre doch hier das Gebot der Stunde.

Ich gebe daher Herrn Ippen Recht (Artikel,13.12.2021: Groß Macht und viel List …), die Aufnahme von Menschen in Not ist (auch) ein Gebot der Humanität. Ich wiederhole mich und sage auch jetzt: „Mensch steht auf, steht auf“!

Sophie Scholl hat es einmal noch deutlicher formuliert: „Schweigende Mehrheit wach auf“!

Wir sind in Europa z. Z. in einem „geistigen und seelischen“ Schlafzustand. Und die Lösung: Der polnische Grenzschützer hat Recht. „Am besten wäre es, die Flüchtlinge würden gleich in Minsk umsteigen - in einen Flieger nach Deutschland“. Das sollte aber nur in der Akutphase helfen. Dann muss eine Lösung mit Nachhaltigkeit her.

Wir sollten dabei immer daran denken, dass wir Europäer eine Hauptschuld an der Flüchtlingskatastrophe tragen. 

An die Lüdenscheider Nachrichten, Leserbrief zum Artikel „Eskalation am Stacheldrahtzaun?" vom 10.11.21

Geld regiert die Gesundheit

Wenn man die Überschrift ihres Artikels liest „Ein Horrortrip in der Klinik“ bekommt der Leser große Angst, wenn er einen Angehörigen mit Erkrankung an Demenz (Morbus Alzheimer) ins Krankenhaus bringen muss. Das gilt auch für Seniorenheime. Die Bedingungen gerade für Patienten mit Demenz sind hier ebenfalls wegen Personalmangel an qualifizierten Fachkräften ähnlich. Diese Ängste sind umso berechtigter, da die Anzahl der Demenzpatienten weiterhin geradezu dramatisch ansteigen wird. Die Folgen für ihre Betreuung werden eben wegen des Personalmangels dann noch verheerender sein.

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Ursache dieser Misere ist eine vernachlässigte Ursachenforschung in der Medizin, angeblich aus Kosten- und Zeitgründen, wie mir immer wieder gesagt wurde. Das Studium der einschlägigen Literatur zeigt eindeutig, dass die Belastung mit Schadstoffen (Noxen) Hauptursache der Demenz ist. Das trifft ebenfalls für alle chronischen Erkrankungen, einschließlich Krebs zu. Eigene Untersuchungen über nun mehr als 30 Jahren haben das eindrucksvoll bestätigt.

Unter den Noxen spielen die Metalle Aluminium, Nickel, Blei, Quecksilber und Zinn und die organischen Metallverbindungen wie z. B. Organozinnverbindungen (organische Zinnverbindungen) und die organischen Quecksilberverbindungen Ethyl- und Methylquecksilber eine wichtige Rolle, da sie die Bluthirnschranke passieren können und bis zu 1000 fach giftiger sind. Wir sind inzwischen alle mit einem Cocktail von Schadstoffen belastet, deren krankmachende Wirkung sich potenziert.

Es kommt noch schlimmer: Seit 20 Jahren kommt zunehmend die Belastung mit Elektrosmog (elektromagnetischen Wellen) dazu. Schon jetzt sind in Deutschland ca. neun Millionen Menschen daran erkrankt. Tendenz steigend. WLan 5 G lässt schon grüßen. Das ist den Verantwortlichen in Politik und Medizin aus den zahlreichen Gesprächen und den Veröffentlichungen alles bekannt. Offensichtlich beugen sie sich aber der Finanzmacht der Chemischen und Pharmazeutischen Industrie, der Hersteller medizinischer Apparaturen und Mobilfunk. Geld regiert Gesundheit, obwohl Steuereinnahmen sprudeln. Das ist der eigentliche Skandal.

An die Lüdenscheider Nachrichten, Leserbrief zu Ihrem Artikel vom 06. Januar 2018 „Ein Horrortrip in der Klinik“, vom 07. Januar 2018

Personalmangel im Kreissaal

Wenn ich als ehemaliger medizinischer Leiter eines afrikanischen Buschkrankenhauses diese Zeilen lese: „Zu wenig Hebammen, Kliniken stoppen Aufnahme“ muss ich mit dem Kopf schütteln.

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Das in Deutschland, in diesem so reichen und so schönen Land, meinem Heimatland. Wir sollten uns alle schämen. In Afrika hatte ich, wenn ich Vertretung in dem 170 km entfernten Hauptkrankenhaus Dienst machen musste, an einem Wochenende bis zu 15 Geburten. Das wurde von meinen afrikanischen Krankenschwestern, die gleichzeitig alle als Hebamme ausgebildet waren gemeistert. Keine Schwangere wurde jemals abgelehnt, obwohl Kaiserschnitte und Uterusrupturen wegen extrauteriner Schwangerschaft (Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter) keine Seltenheit waren. Man kam eben erst recht spät ins Krankenhaus, wenn alle Bemühungen der Hausgeburt vergebens waren.

Was will ich sagen, und dass stimmt mich nachdenklich: Ein Volk, dass eine Geburtenrate von ca. 1,35 2016 (genaue Zahlen liegen noch nicht vor) und nicht einmal genügend Hebammen hat, um diese Schwangeren bestens zu versorgen aus welchen Gründen auch immer, zeigt deutliche Anzeichen einer Degeneration, ist letztlich zum Aussterben verdammt, zumal leider das moralische und ethische Niveau in allen Bereichen des Lebens n gleicher Weise zurückzugehen scheint.

Schlimmer noch: Flüchtlinge, die wegen Armut ihre Heimatländer verlassen müssen, werden von uns abgewiesen. Das ist ein Skandal, der zum Himmel schreit. Diese Länder haben trotz Armut eine Geburtenrate von drei und vier Kindern. Wann werden unsere Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und Gesundheitswesen ihrer Aufgabe und Verantwortung endlich gerecht?

An die Lüdenscheider Nachrichten, Leserbrief zu Ihrem Artikel vom 11. November 2017 „Personalmangel im Kreissaal“, vom 03. Dezember 2017

Dramatisches Insektensterben

Ursache Umweltverschmutzung und Mobilfunk

Wenn man diese beiden Artikel liest kann man Angst bekommen. In den vergangenen 27Jahren nahm demnach die Gesamtmasse der Insekten um mehr als 75 Prozent ab. Nun kann man sich ausrechnen, wann alle Insekten von der Erde verschwunden sind. Diese Beobachtungen des Aussterbens von Insekten und Vögeln haben nicht nur Naturschützer gemacht, die hat jeder von uns beobachtet. So auffällig ist dieses Verschwinden. Erst Sterben die Insekten, dann die Vögel, da fragt man sich: Welche Tiergattung folgt dann.

Die Zahl chronischer Erkrankungen, insbesondere der Herz- und Kreislaufkrankheiten einschließlich Krebs hat bei Mensch und Wirbeltieren in den Industrienationen in den vergangenen 20 Jahren ebenfalls dramatisch zu genommen. Ursache sind Genschäden oder angeblich unbekannt. Das sollte uns nachdenklich stimmen und mehr zur Ursachenforschung hinführen. Sonst könnte es passieren, dass auch die menschliche Rasse und weitere Tiergattungen vom Aussterben bedroht sind.

Die Industrialisierung hat uns zu Wohlstand gebracht, keine Frage, aber die hemmungslose Ausbeutung der Natur verbunden damit die Verschmutzung von Umwelt mit Schadstoffen, radioaktiven Materialien und Elektrosmog sind Hauptursachen für den drastischen Anstieg dieser so genannten Volkskrankheiten. Sie sind auch Ursache für das Aussterben der Insekten und direkt oder indirekt von Vögeln.

Das wollen aber unsere Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und im Gesundheitswesen leider immer noch nicht wahrhaben. Der so genannte Laie weiß das schon seit Jahren. Natürlich kann Glyphosat Krebs verursachen. Das haben hunderte von wissenschaftlichen Studien bewiesen. Hinzu kommt, dass wir es z. B. nicht nur mit Glyphosat als Belastung zu tun haben, sondern inzwischen mit einem ganzen Cocktail von Schadstoffen, deren krankmachende Wirkung sich potenziert.

Umweltgifte

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Die wahren Gründe, warum Glyphosat nicht schon jetzt vom Markt genommen wird, sind rein wirtschaftlicher Art. Das trifft im Grunde für alle Schadstoffe zu. Geld regiert die Welt. Die Frage ist wie lange noch?

An Kranken kann man mehr verdienen als an Gesunden. Das ist der eigentliche Skandal. Aus Profitgier wird das Aussterben von Tausenden von Pflanzen, Tieren und Krankheiten mit Todesfällen von Menschen in Kauf genommen. Das macht mich als Arzt und leidenschaftlicher Wissenschaftler traurig, fassungslos und wütend zu gleich. Ich kann damit leben, tausende, zehntausende Menschen macht es aber depressiv.

An die Lüdenscheider Nachrichten, Leserbrief zu Ihren beiden Artikeln „Schleichender Verlust“ und „Dramatisches Insektensterben“ vom 20. und 21.12.2017

Gebet statt Mauerbau und Krieg

Wenn man den Artikel liest„ Die Mauer muss her“ vom 26.01.2017, müsste eigentlich ein Aufschrei, eine Großdemonstration durch die ganze USA gehen, mehr noch weltweit. Nur so kann man offensichtlich einen solchen Menschen wir Donald Trump stoppen.

Und wie könnte das aussehen? Man stelle sich einmal vor, alle Christen in den USA würden aufgefordert und geleitet von ihren verantwortlichen Bischöfen und Kardinälen sich in diesem Sinne zu einem gemeinsamen Gebet in ihren Gemeinden zusammenzufinden. Beten statt Mauerbau, statt Krieg und Waffen, Beten für einen gerechteren Welthandel, gegen Anwendung von Foltermethoden.

Man stelle sich einmal vor, an diesen Gebeten würden sich auch alle Moslems beteiligen, so wie wir, meine Frau und ich, es 2005 in Dori, Burkina Faso, Westafrika erlebt haben. Hier hatten sich schon 1969 Moslems und Christen zur UFC (Geschwisterliche Vereinigung aller Gläubigen) angesichts der Dürrekatastrophe und ständigen Kriege zusammengeschlossen. Täglich haben abends Moslems und Christen zusammen gebetet. Die UFC existiert noch heute. Geht doch. Auch alle Juden oder Andersgläubigen sind natürlich willkommen. Eigentlich sollten solche Zusammenkünfte weltweit stattfinden und wie würde es uns verändern.

Warum? Nach Aussagen von Papst Franziskus befinden wir uns schon heute in einem 3. Weltkrieg auf Raten. Welch eine friedliche Gewalt würde von einem solchen Gebet ausgehen! Welch eine Demonstration für den Frieden wäre das! Selbst wenn sich Putin, Erdogan und Trump zusammen tun würden, dagegen kämen sie nicht an. Träumerei eines Idealisten? Antwort, ein klares „Ja“. Der wahre Realist ist ja der Idealist, da er nicht nur die Gegenwart, sondern auch die Zukunft mit im Blick hat.

An die Lüdenscheider Nachrichten, Leserbrief zu dem Artikel „Die Mauer muss her“ vom 26. Januar 2017

Jede Häme ist hier fehl am Platze

Dem Kommentar von Herrn Jörg. S. Carl kann ich nicht zustimmen. Herr Carl mag Recht haben, wenn er sagt, dass Obama nicht viele „sichtbare Erfolge“ hat. In Moskau reagiert man sogar mit beißendem Spott und spricht von einer „lahmen Ente im Weißen Haus“.

Mir ist aber ein Obama immer noch lieber als ein Putin, der mit Waffengewalt einfach die Halbinsel Krim erobert und zusammen mit den Türken durch Bombardierung von Aleppo und weiteren syrischen Städten einen blutigen Diktator unterstützt und sich dann noch als Friedensstifter feiern lässt. Er ist mir auch lieber als ein Buschvater und Buschsohn, die einfach zweimal den Irak und zwischenzeitlich Afghanistan überfallen und dann eine Trümmerlandschaft , ein instabiles Land hinterlassen mit Menschen einerseits in Trauer und Verzweiflung, arm und hungrig andererseits in Hass und Rachsucht.

new york

Von Obama kann man sagen, er ist seiner Linie treu geblieben: er hat sich immer eher für die friedliche Lösung eingesetzt, für eine bessere, eine heile Welt ohne Waffen, für eine soziale Absicherung auch der Armen.

Er musste schließlich versuchen, den hinterlassenden Scherbenhaufen zu beseitigen, also das Zerstörungswerk der Buschregierung, aus dem der Islamische Staat (IS) entstanden ist. Wenn ihm das nicht so gelungen ist ohne die „Harte Hand “, mit möglichst wenig Waffengewalt (Drohnen), ist das nicht als Schwäche, sondern eher als Stärke anzuerkennen. Spott und Ausdrücke wie „Lahme Ente die aus Moskau kommen, würde ich daher als Kommentator nicht so einfach übernehmen. Jede Hähme ist hier fehl am Platze.

An die Lüdenscheider Nachrichten, Leserbrief zu dem Kommentar von Herrn Jörg S. Carl „Obamas letzte Schlacht.“, vom 02. Januar 2017

Und die ganze Welt schaut zu

Und die ganze Welt schaut zu, geschockt, erstarrt, ich auch, wie ein angeblich demokratisch gewählter Staatschef sich anschickt, Diktator zu werden. Wir schauen zu, wie in wenigen Tagen 13.000 Verdächtige festgenommen werden, davon sitzen 6.000 in Untersuchungshaft, mehr als 45.000 Staatsbedienstete wurden schon suspendiert, darunter Rechtsanwälte, Richter, Polizisten, ranghohe Offiziere und Soldaten der Armee. 21.000 Lehrern an Privatschulen wurde die Lizenz entzogen. Für viele Angestellte wurde ein Ausreiseverbot erteilt. Wissenschaftler im Ausland, auch in Deutschland wurden aufgefordert, in die Türkei zurückzukehren.

Man will die Menschrechtskonvention vorübergehend aussetzen. Amnesty International hat glaubwürdige Hinweise auf Misshandlungen und Folter. Nun ordnet die Türkei auch noch die Festnahme von 42 Journalisten an. Da stellt sich die Frage: Was muss noch passieren, dass unsere Politiker in Deutschland, in Europa, in USA, ja in den demokratischen Ländern weltweit aus dem starren Schock erwachen und entsprechend reagieren?

Und wir müssen schnell reagieren, sonst werden wir allein durch einen Menschen vor vollendete Tatsachen gestellt. Es bieten sich geradezu an: Totaler Stopp der Beitrittsverhandlungen zur Europäischen Union und der freien Visa für Türken. Verweigerung der Auslieferung aller türkischer Wissenschaftler und Türken, die aus Angst und Sorge um ihr Leben dem Rückruf in die Türkei nicht folgen wollen. Auch die Nato Zugehörigkeit sollte auf den Prüfstand gesetzt werden.

Ein Diktator Staat passt eigentlich nicht in die Nato. Er birgt in einem Krieg ein großes unberechenbares Risiko-, ja sogar Gefahrenpotential in sich. Kurz die diplomatischen Drähte müssen heiß laufen. Eine anstehende Sommerpause aller verantwortlichen Institutionen darf es daher nicht geben. Und wir einfachen Bürger. Auch wir können etwas tun. Wir können beten und unseren Politikern den Rücken stärken.

An die Lüdenscheider Nachrichten, Leserbrief zu der dpa Meldung „Türkei ordnet Festnahme von 42 Journalisten an“ vom 26. Juli 2016