Geld regiert die Gesundheit

Wenn man die Überschrift ihres Artikels liest „Ein Horrortrip in der Klinik“ bekommt der Leser große Angst, wenn er einen Angehörigen mit Erkrankung an Demenz (Morbus Alzheimer) ins Krankenhaus bringen muss. Das gilt auch für Seniorenheime. Die Bedingungen gerade für Patienten mit Demenz sind hier ebenfalls wegen Personalmangel an qualifizierten Fachkräften ähnlich. Diese Ängste sind umso berechtigter, da die Anzahl der Demenzpatienten weiterhin geradezu dramatisch ansteigen wird. Die Folgen für ihre Betreuung werden eben wegen des Personalmangels dann noch verheerender sein.

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Ursache dieser Misere ist eine vernachlässigte Ursachenforschung in der Medizin, angeblich aus Kosten- und Zeitgründen, wie mir immer wieder gesagt wurde. Das Studium der einschlägigen Literatur zeigt eindeutig, dass die Belastung mit Schadstoffen (Noxen) Hauptursache der Demenz ist. Das trifft ebenfalls für alle chronischen Erkrankungen, einschließlich Krebs zu. Eigene Untersuchungen über nun mehr als 30 Jahren haben das eindrucksvoll bestätigt.

Unter den Noxen spielen die Metalle Aluminium, Nickel, Blei, Quecksilber und Zinn und die organischen Metallverbindungen wie z. B. Organozinnverbindungen (organische Zinnverbindungen) und die organischen Quecksilberverbindungen Ethyl- und Methylquecksilber eine wichtige Rolle, da sie die Bluthirnschranke passieren können und bis zu 1000 fach giftiger sind. Wir sind inzwischen alle mit einem Cocktail von Schadstoffen belastet, deren krankmachende Wirkung sich potenziert.

Es kommt noch schlimmer: Seit 20 Jahren kommt zunehmend die Belastung mit Elektrosmog (elektromagnetischen Wellen) dazu. Schon jetzt sind in Deutschland ca. neun Millionen Menschen daran erkrankt. Tendenz steigend. WLan 5 G lässt schon grüßen. Das ist den Verantwortlichen in Politik und Medizin aus den zahlreichen Gesprächen und den Veröffentlichungen alles bekannt. Offensichtlich beugen sie sich aber der Finanzmacht der Chemischen und Pharmazeutischen Industrie, der Hersteller medizinischer Apparaturen und Mobilfunk. Geld regiert Gesundheit, obwohl Steuereinnahmen sprudeln. Das ist der eigentliche Skandal.

An die Lüdenscheider Nachrichten, Leserbrief zu Ihrem Artikel vom 06. Januar 2018 „Ein Horrortrip in der Klinik“, vom 07. Januar 2018

Personalmangel im Kreissaal

Wenn ich als ehemaliger medizinischer Leiter eines afrikanischen Buschkrankenhauses diese Zeilen lese: „Zu wenig Hebammen, Kliniken stoppen Aufnahme“ muss ich mit dem Kopf schütteln.

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Das in Deutschland, in diesem so reichen und so schönen Land, meinem Heimatland. Wir sollten uns alle schämen. In Afrika hatte ich, wenn ich Vertretung in dem 170 km entfernten Hauptkrankenhaus Dienst machen musste, an einem Wochenende bis zu 15 Geburten. Das wurde von meinen afrikanischen Krankenschwestern, die gleichzeitig alle als Hebamme ausgebildet waren gemeistert. Keine Schwangere wurde jemals abgelehnt, obwohl Kaiserschnitte und Uterusrupturen wegen extrauteriner Schwangerschaft (Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter) keine Seltenheit waren. Man kam eben erst recht spät ins Krankenhaus, wenn alle Bemühungen der Hausgeburt vergebens waren.

Was will ich sagen, und dass stimmt mich nachdenklich: Ein Volk, dass eine Geburtenrate von ca. 1,35 2016 (genaue Zahlen liegen noch nicht vor) und nicht einmal genügend Hebammen hat, um diese Schwangeren bestens zu versorgen aus welchen Gründen auch immer, zeigt deutliche Anzeichen einer Degeneration, ist letztlich zum Aussterben verdammt, zumal leider das moralische und ethische Niveau in allen Bereichen des Lebens n gleicher Weise zurückzugehen scheint.

Schlimmer noch: Flüchtlinge, die wegen Armut ihre Heimatländer verlassen müssen, werden von uns abgewiesen. Das ist ein Skandal, der zum Himmel schreit. Diese Länder haben trotz Armut eine Geburtenrate von drei und vier Kindern. Wann werden unsere Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und Gesundheitswesen ihrer Aufgabe und Verantwortung endlich gerecht?

An die Lüdenscheider Nachrichten, Leserbrief zu Ihrem Artikel vom 11. November 2017 „Personalmangel im Kreissaal“, vom 03. Dezember 2017

Dramatisches Insektensterben

Ursache Umweltverschmutzung und Mobilfunk

Wenn man diese beiden Artikel liest kann man Angst bekommen. In den vergangenen 27Jahren nahm demnach die Gesamtmasse der Insekten um mehr als 75 Prozent ab. Nun kann man sich ausrechnen, wann alle Insekten von der Erde verschwunden sind. Diese Beobachtungen des Aussterbens von Insekten und Vögeln haben nicht nur Naturschützer gemacht, die hat jeder von uns beobachtet. So auffällig ist dieses Verschwinden. Erst Sterben die Insekten, dann die Vögel, da fragt man sich: Welche Tiergattung folgt dann.

Die Zahl chronischer Erkrankungen, insbesondere der Herz- und Kreislaufkrankheiten einschließlich Krebs hat bei Mensch und Wirbeltieren in den Industrienationen in den vergangenen 20 Jahren ebenfalls dramatisch zu genommen. Ursache sind Genschäden oder angeblich unbekannt. Das sollte uns nachdenklich stimmen und mehr zur Ursachenforschung hinführen. Sonst könnte es passieren, dass auch die menschliche Rasse und weitere Tiergattungen vom Aussterben bedroht sind.

Die Industrialisierung hat uns zu Wohlstand gebracht, keine Frage, aber die hemmungslose Ausbeutung der Natur verbunden damit die Verschmutzung von Umwelt mit Schadstoffen, radioaktiven Materialien und Elektrosmog sind Hauptursachen für den drastischen Anstieg dieser so genannten Volkskrankheiten. Sie sind auch Ursache für das Aussterben der Insekten und direkt oder indirekt von Vögeln.

Das wollen aber unsere Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und im Gesundheitswesen leider immer noch nicht wahrhaben. Der so genannte Laie weiß das schon seit Jahren. Natürlich kann Glyphosat Krebs verursachen. Das haben hunderte von wissenschaftlichen Studien bewiesen. Hinzu kommt, dass wir es z. B. nicht nur mit Glyphosat als Belastung zu tun haben, sondern inzwischen mit einem ganzen Cocktail von Schadstoffen, deren krankmachende Wirkung sich potenziert.

Umweltgifte

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Die wahren Gründe, warum Glyphosat nicht schon jetzt vom Markt genommen wird, sind rein wirtschaftlicher Art. Das trifft im Grunde für alle Schadstoffe zu. Geld regiert die Welt. Die Frage ist wie lange noch?

An Kranken kann man mehr verdienen als an Gesunden. Das ist der eigentliche Skandal. Aus Profitgier wird das Aussterben von Tausenden von Pflanzen, Tieren und Krankheiten mit Todesfällen von Menschen in Kauf genommen. Das macht mich als Arzt und leidenschaftlicher Wissenschaftler traurig, fassungslos und wütend zu gleich. Ich kann damit leben, tausende, zehntausende Menschen macht es aber depressiv.

An die Lüdenscheider Nachrichten, Leserbrief zu Ihren beiden Artikeln „Schleichender Verlust“ und „Dramatisches Insektensterben“ vom 20. und 21.12.2017

Gebet statt Mauerbau und Krieg

Wenn man den Artikel liest„ Die Mauer muss her“ vom 26.01.2017, müsste eigentlich ein Aufschrei, eine Großdemonstration durch die ganze USA gehen, mehr noch weltweit. Nur so kann man offensichtlich einen solchen Menschen wir Donald Trump stoppen.

Und wie könnte das aussehen? Man stelle sich einmal vor, alle Christen in den USA würden aufgefordert und geleitet von ihren verantwortlichen Bischöfen und Kardinälen sich in diesem Sinne zu einem gemeinsamen Gebet in ihren Gemeinden zusammenzufinden. Beten statt Mauerbau, statt Krieg und Waffen, Beten für einen gerechteren Welthandel, gegen Anwendung von Foltermethoden.

Man stelle sich einmal vor, an diesen Gebeten würden sich auch alle Moslems beteiligen, so wie wir, meine Frau und ich, es 2005 in Dori, Burkina Faso, Westafrika erlebt haben. Hier hatten sich schon 1969 Moslems und Christen zur UFC (Geschwisterliche Vereinigung aller Gläubigen) angesichts der Dürrekatastrophe und ständigen Kriege zusammengeschlossen. Täglich haben abends Moslems und Christen zusammen gebetet. Die UFC existiert noch heute. Geht doch. Auch alle Juden oder Andersgläubigen sind natürlich willkommen. Eigentlich sollten solche Zusammenkünfte weltweit stattfinden und wie würde es uns verändern.

Warum? Nach Aussagen von Papst Franziskus befinden wir uns schon heute in einem 3. Weltkrieg auf Raten. Welch eine friedliche Gewalt würde von einem solchen Gebet ausgehen! Welch eine Demonstration für den Frieden wäre das! Selbst wenn sich Putin, Erdogan und Trump zusammen tun würden, dagegen kämen sie nicht an. Träumerei eines Idealisten? Antwort, ein klares „Ja“. Der wahre Realist ist ja der Idealist, da er nicht nur die Gegenwart, sondern auch die Zukunft mit im Blick hat.

An die Lüdenscheider Nachrichten, Leserbrief zu dem Artikel „Die Mauer muss her“ vom 26. Januar 2017

Jede Häme ist hier fehl am Platze

Dem Kommentar von Herrn Jörg. S. Carl kann ich nicht zustimmen. Herr Carl mag Recht haben, wenn er sagt, dass Obama nicht viele „sichtbare Erfolge“ hat. In Moskau reagiert man sogar mit beißendem Spott und spricht von einer „lahmen Ente im Weißen Haus“.

Mir ist aber ein Obama immer noch lieber als ein Putin, der mit Waffengewalt einfach die Halbinsel Krim erobert und zusammen mit den Türken durch Bombardierung von Aleppo und weiteren syrischen Städten einen blutigen Diktator unterstützt und sich dann noch als Friedensstifter feiern lässt. Er ist mir auch lieber als ein Buschvater und Buschsohn, die einfach zweimal den Irak und zwischenzeitlich Afghanistan überfallen und dann eine Trümmerlandschaft , ein instabiles Land hinterlassen mit Menschen einerseits in Trauer und Verzweiflung, arm und hungrig andererseits in Hass und Rachsucht.

new york

Von Obama kann man sagen, er ist seiner Linie treu geblieben: er hat sich immer eher für die friedliche Lösung eingesetzt, für eine bessere, eine heile Welt ohne Waffen, für eine soziale Absicherung auch der Armen.

Er musste schließlich versuchen, den hinterlassenden Scherbenhaufen zu beseitigen, also das Zerstörungswerk der Buschregierung, aus dem der Islamische Staat (IS) entstanden ist. Wenn ihm das nicht so gelungen ist ohne die „Harte Hand “, mit möglichst wenig Waffengewalt (Drohnen), ist das nicht als Schwäche, sondern eher als Stärke anzuerkennen. Spott und Ausdrücke wie „Lahme Ente die aus Moskau kommen, würde ich daher als Kommentator nicht so einfach übernehmen. Jede Hähme ist hier fehl am Platze.

An die Lüdenscheider Nachrichten, Leserbrief zu dem Kommentar von Herrn Jörg S. Carl „Obamas letzte Schlacht.“, vom 02. Januar 2017

Und die ganze Welt schaut zu

Und die ganze Welt schaut zu, geschockt, erstarrt, ich auch, wie ein angeblich demokratisch gewählter Staatschef sich anschickt, Diktator zu werden. Wir schauen zu, wie in wenigen Tagen 13.000 Verdächtige festgenommen werden, davon sitzen 6.000 in Untersuchungshaft, mehr als 45.000 Staatsbedienstete wurden schon suspendiert, darunter Rechtsanwälte, Richter, Polizisten, ranghohe Offiziere und Soldaten der Armee. 21.000 Lehrern an Privatschulen wurde die Lizenz entzogen. Für viele Angestellte wurde ein Ausreiseverbot erteilt. Wissenschaftler im Ausland, auch in Deutschland wurden aufgefordert, in die Türkei zurückzukehren.

Man will die Menschrechtskonvention vorübergehend aussetzen. Amnesty International hat glaubwürdige Hinweise auf Misshandlungen und Folter. Nun ordnet die Türkei auch noch die Festnahme von 42 Journalisten an. Da stellt sich die Frage: Was muss noch passieren, dass unsere Politiker in Deutschland, in Europa, in USA, ja in den demokratischen Ländern weltweit aus dem starren Schock erwachen und entsprechend reagieren?

Und wir müssen schnell reagieren, sonst werden wir allein durch einen Menschen vor vollendete Tatsachen gestellt. Es bieten sich geradezu an: Totaler Stopp der Beitrittsverhandlungen zur Europäischen Union und der freien Visa für Türken. Verweigerung der Auslieferung aller türkischer Wissenschaftler und Türken, die aus Angst und Sorge um ihr Leben dem Rückruf in die Türkei nicht folgen wollen. Auch die Nato Zugehörigkeit sollte auf den Prüfstand gesetzt werden.

Ein Diktator Staat passt eigentlich nicht in die Nato. Er birgt in einem Krieg ein großes unberechenbares Risiko-, ja sogar Gefahrenpotential in sich. Kurz die diplomatischen Drähte müssen heiß laufen. Eine anstehende Sommerpause aller verantwortlichen Institutionen darf es daher nicht geben. Und wir einfachen Bürger. Auch wir können etwas tun. Wir können beten und unseren Politikern den Rücken stärken.

An die Lüdenscheider Nachrichten, Leserbrief zu der dpa Meldung „Türkei ordnet Festnahme von 42 Journalisten an“ vom 26. Juli 2016

Kapitulation der Rechtsprechung vor der Industrielandwirtschaft

Ich stimme Herrn Claudius Bartsch in seiner Beurteilung des Gerichtsurteils des Oberverwaltungsgericht (OVW) Münster voll zu. Das Urteil ist ein schreiendes Unrecht an unserer Tierwelt. Es ist eine Kapitulation unserer Rechtsprechung vor der Industrielandwirtschaft mit ihrer Massentierhaltung.

Unsere christlich geprägte ethische und moralische Messlatte, auf die wir doch immer so stolz hinweisen, wird nun auch offiziell durch die Justiz deutlich niedriger angesetzt, wenn wirtschaftliche Gründe eine Rolle spielen. Als Hauptgrund wird die Versorgung der Bevölkerung mit Ei und Fleisch angegeben.

Welch eine fatale Fehlfehlbeurteilung! Es geht den Betreibern nämlich nicht allein um die Versorgung hierzulande, sondern um eine Überversorgung, damit sie den Überschuss in andere Länder, insbesondere in Entwicklungsländer billig verkaufen können, so billig, dass diese nicht mehr in der Lage sind, selbst solche Produkte im Lande herzustellen und zu verkaufen. Das wiederum ist eine der Hauptgründe für Armut und damit für sozialen Unfrieden und Bürgerkriege in diesen Ländern. Der kaum mehr aufzuhaltende Flüchtlingsstrom ist eine dieser Folgeerscheinungen. Die Zunahme von Terroristen, die auch einen Märtyrertod in Kauf nehmen, hat ebenfalls in der Armut eine ihrer Wurzeln. Sie ist ein Verzweiflungsakt.

Virus

Wie macht sich die Massentierhaltung konkret bei uns in Deutschland bemerkbar? Der Überschuss an Gülle, der bei uns „wahllos“ auf Felder und Wiesen unter dem Deckmantel „gute biologische Düngung“ gegossen wird, verursacht eine Vergiftung des Grundwassers und trifft damit direkt unser wichtigstes Lebenselixier.

Die millionenfache Tötung von männlichen Küken setzt somit eine Lawine von Negativfolgen in Gang. Und was machen wir. Wir schauen zu. Als Arzt und Entwicklungshelfer ist es meine Pflicht geradezu darauf hinzuweisen.

An die Lüdenscheider Nachrichten, Leserbrief zum Leserbrief von Claudius Bartsch „Dieses Urteil ist schreiendes Unrecht“ vom 31. Mai 2016

Pumphlet, keine Satire

Dank an Herrn Gerhard Henrich für seine klare Stellungnahme zu dem Gedicht von Jan Böhmermann in der ZDF-Neo-Sendung „Neo Magazin Royale“. Artikel 1 unseres Grundgesetzes „Die Würde des Menschen zu achten“ wird seit Jahren zunehmend von unseren Verantwortlichen in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft missachtet. Es gilt erst Recht für die Medienlandschaft. Kein Wunder, dass sich der Bürger diesem Niveau angepasst hat. Die so genannte Gürtellinie wird oft unterschritten, wird einfach weiter nach unten verschoben.

Das Gedicht von Jan Böhmermann ist keine Satire, sondern ein Pamphlet. Man könnte sagen, es sind Äußerungen eines psychisch angeschlagenen Menschen. Ich vermisse auch eine „Pointe“ am Ende, die die vulgären, schamlosen Aussagen wieder etwas neutralisiert. Es geht hier nicht um Einschränkung der Pressefreiheit oder demokratischer Gesetze.

Vielmehr stellt sich hier die Frage der Verletzung moralischer und ethischer Werte. Hier wird die menschliche Würde missachtet, wie es Herr Henrich mit Recht sagt, was das Strafrecht auf den Plan rufen kann. Unsere Bundeskanzlerin hat daher zu Recht die private Klage des Staatspräsidenten Erdogan und die Klage der türkischen Regierung an das Gericht zugelassen, damit kriecht sie nicht Herrn Erdogan zu Kreuze. Eine Regierung kann nicht Recht sprechen.

An die Lüdenscheider Nachrichten, Leserbrief zum Leserbrief von Herrn Gerhard Henrich „… und sich dafür dann auch noch feiern lässt“ vom 18. April 2016

Neue Aidstherapie – Marketing Gag?

Wenn ich obigen Artikel lese, bin ich skeptisch, ob uns diese neue Gentherapie einen entscheidenden Schritt in der Aidsbehandlung weiter bringen kann. Es stellt sich mir vielmehr die Frage: Ist das ein neuer Marketing - Gag?

Seit 1984 treten wir in der Behandlung von Aids trotz über 100.000 wissenschaftlicher Arbeiten auf der Stelle. Das hat einen einfachen Grund, den nur wenige wissen, viele Verantwortliche aber nicht wahrhaben wollen. Es geht schließlich um viel Geld und viele Arbeitsplätze, um eine ganze „Aids-Industrie“.

Am 23. April 1984 behauptete der seitdem berühmte Robert Gallo auf einer Pressekonferenz, er habe ein Virus gefunden, das für den Ausbruch von AIDS verantwortlich sei. Gallo wurde dann 1992 von dem National Institute of Health der USA des wissenschaftlichen Betruges für schuldig befunden. Gallos Behauptung, das HI-Virus entdeckt zu haben, stimmt nicht. Das in dem britischen Daily Telegraph am 20.September 2000 in einem großen Farbbild abgebildete „Virus“ war lediglich ein am Computer gestelltes Werk eines Künstlers, der sich vorstellte, wie das Aidsvirus aussehen könnte. Der verantwortliche Bildredakteur gab das später zu. Wenn es kein Aidsvirus gibt, und die Ursache von Aids noch nicht gefunden ist, dann ist auch der Aidstest wertlos. Er kann sogar gefährlich sein, da er zu falschen Therapien führen kann. Aids heißt „Acquired Immune Deficiency Syndrome“ Auf Deutsch: Erworbenes Abwehrschwäche Syndrom.

Virus

Man kennt heute 60 verschiedene Krankheiten, die zum Befund „positiv“ beim Aidstest führen können. Dazu gehören akute Infektionen, Grippe, Tuberkulose, Alkoholismus, Impfungen, Hepatitis B; in Afrika: Typhus, Cholera, Malaria, Mangelernährung, mit Parasiten verseuchtes Trinkwasser. Selbst eine Schwangerschaft kann einen positiven Test auslösen - was auch kaum bekannt ist.

Chemische Stoffe, chemische Stressfaktoren wie Samenflüssigkeit, harte Drogen, Nitrite und Blutverdicker lösen in den Zellen Oxidationsstress aus. Dann produziert der Körper endogene (= körpereigene) Retroviren. Das sind Proteinbruchstücke (Eiweißbruchstücke), die für Aidskranke typisch sind und fälschlicherweise als HIV-Antikörper interpretiert werden. Das erklärt wiederum, weshalb Aids in den Industriestaaten noch immer fast ausschließlich auf schwule Männer, Drogensüchtige und Bluter beschränkt ist. Zu den Aidskritikern gehören Karl Mullis, der 1993 den Nobelpreis für Chemie erhielt, der Virologe Peter Duesberg, von der Berkeley Universität (USA) und Gordon Steward (Universität Glasgow). In Deutschland sind Claus Köhnlein und Thorsten Engelbrecht durch ihr Buch „ Virus-Wahn“ die bekanntesten HIV-Kritiker. Mein Rat: Bilden Sie sich als mündiger Bürger selbst ein Bild!

An die Lüdenscheider Nachrichten, Leserbrief zu Ihrem Artikel „Fortschritte im Kampf gegen Aids“ vom 24. Februar 2016

Nächstenliebe statt steigende Rüstungsexporte

Steigende Rüstungsexporte führen zwangsläufig zu mehr Kriege, mehr Kriege zu mehr Armut und damit zu mehr Flüchtlingen, ja sogar zu regelrechten Flüchtlingsströmen. Aus Flüchtlingsströmen können unkontrollierbare Flüchtlingslawinen werden, die nicht mehr mit Tageskontinenten, Grenzzentren und schon gar nicht mit Stacheldraht zu stoppen sind. Da helfen auch keine Appelle von hochrangigen Politikern und „Kirchenfürsten“. Nur ein Stopp jeglicher Waffenlieferung in diese Krisenregionen und ein Ende der Kämpfe wird diesen Flüchtlingsstrom beenden.

Was kann der einzelne mündige Bürger tun? Die Antwort gibt uns der griechische Arzt Giorgos Kaliampetsos aus Athen. Er schreibt in einem Artikel der Zeitschrift „Publik Forum“ vom .01.2016 Nr. 1.: „Meine größte Angst ist, mich auf dem Sofa zu verkrümeln und untätig zuzuschauen, wie die Not der Kranken und Verarmten immer größer wird. Der Mensch muss als aktiver Bürger handeln. Wenn ich aufgebe und mich aufs Sofa verkrieche und resigniere, kommt das Ende“. Herr Kaliampetsos behandelt nun als pensionierter Arzt in Athen ehrenamtlich nicht versicherte Griechen und Flüchtlinge. Das ist Nächstenliebe.

Ich wünsche, wir würden alle so denken und handeln wie er und wie es unsere Bundeskanzlerin, A. Merkel gemeint hat, als sie die Kriegsflüchtlinge willkommen hieß. An die Adresse ihrer Parteifreunde und an alle Bürger gerichtet sagte sie: „Wir schaffen das“. Die Betonung liegt auf „wir“. Das war politisch sicher nicht klug gesprochen, moralisch und ethisch gesehen aber richtig. Jesus hat es uns so vorgelebt. Das scheinen viele Christen, Politiker und selbst hohe kirchliche Würdenträger vergessen zu haben. Ich bin seit Oktober 2015 auch als „Flüchtlingsdoktor“ tätig. Die Erlebnisse mit den Flüchtlingen und den aktiven Menschen, die sie betreuen, möchte ich nicht mehr missen.

An die Lüdenscheider Nachrichten, Leserbrief zu Ihrem Artikel „Wieder mehr Rüstungsexporte“ vom 20. Februar 2016

Museen statt Waffenfabriken, Friedensgespräche statt Kriege

Als ich den Artikel „ AfL für Schließung der Museen“ las, verschlug es mir die Sprache. Ich möchte Walter und Lao Russel aus ihrem Buch „Radioaktivität – Das Todesprinzip in der Natur“ (erstmalig erschienen 1957, übersetzt 2006) - zitieren: Die Kultur stirbt, weil die Sinneswahrnehmung die Kultur scheut. Ein Wagner oder Mozart ist Milliarden wert und sollte gefördert werden. Die Wagners und Mozart von heute versuchen zu überleben, indem sie in Nachtclubs spielen oder Staubsauger verkaufen. Wir haben für die Künste des Friedens keinen Cent übrig, während gleichzeitig so viele Milliarden Dollar für die Kriegskünste ausgegeben werden, um jene zu erheben, die töten“.

Er fährt dann fort:

Das Universum ist auf Liebe begründet, und eines Tages muss der Mensch die Bedeutung von Liebe im Hinblick auf das menschliche Überleben erkennen.

Radioaktivität – Das Todesprinzip in der Natur Walter und Lao Russel erschienen 1957, übersetzt 2006

Nun habe ich die Sprache wiedergefunden. Fazit: An Stelle der Museen sollten die Waffenfabriken geschlossen werden. Der ungerechte Welthandel sollte durch gerechte Verteilung der Güter ersetzt werden. Anstatt Kriege zu dulden sollten unsere Verantwortlichen in Politik und Kirche, sollten wir alle friedlich miteinander umgehen und die Liebe predigen und leben.

An die Lüdenscheider Nachrichten, Leserbrief zu Ihrem Artikel „AfL für Schließung der städtischen Museen“ vom 02. Februar 2016